Zentrale Aufnahmeprüfung Zürich

Zentrale Aufnahmeprüfung Zürich 2024: Neue Regeln und Herausforderungen

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Einleitung

Für das Aufnahmejahr 2024 stehen Schülerinnen und Schüler im Kanton Zürich vor neuen Herausforderungen bei der Zentrale Aufnahme Prüfung Zürich (ZAP) für Maturitätsschulen. Neben den aktualisierten Regeln gibt es auch Diskussionen über die Quoten und die Leistung der Schüler. Für detaillierte Einblicke verweise ich Sie auf den NZZ-Artikel aus dem Jahr 2022: Zürcher Gymiprüfung: Ist die Quote wichtiger als die Leistung der Schüler? und auf die offizielle ZAP-Seite: www.zh.ch/zap. Das sind zurzeit meine Quellen. Dieser Artikel wird jährlich aktualisiert.

15 Prozent der zwölfjährigen besteht di Zentrale Aufnahmeprüfung Zürich (laut NZZ)

Ein bemerkenswertes Merkmal der ZAP ist, dass jedes Jahr konstant etwa 15 Prozent aller Zwölfjährigen im Kanton Zürich den Test bestehen. Diese Konstanz hat zu Spekulationen geführt, ob eine feste Quote anstelle der individuellen Leistung der Schüler die Aufnahme bestimmt. Die Bildungspolitik in Zürich zielt darauf ab, eine Maturandenquote von rund 20 Prozent zu halten, was die Anzahl der erfolgreichen Kandidaten bei der ZAP beeinflussen könnte. Diese Quote könnte bedeuten, dass die Anforderungen und Bewertungen der Prüfungen angepasst werden, um diese Zielmarke zu erreichen.

Korrekturen und Bewertungen

Die Korrektur der Zentrale Aufnahme Prüfung Zürich erfolgt in einem mehrstufigen Prozess, der darauf abzielt, eine objektive Bewertung zu gewährleisten. Die Lehrer vergeben zunächst Punkte, ohne die endgültige Notenskala zu kennen. Dieser Ansatz soll eine Beeinflussung der Bewertung durch Vorwissen über die Schüler verhindern. Erst nach der Eingabe aller Ergebnisse in das zentrale Erfassungssystem wird die definitive Skala festgelegt. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass die Noten unabhängig und fair vergeben werden.

Neue Verordnung und Regeln

Seit dem 1. August 2022 gelten neue Bestimmungen für die Aufnahme in die Zürcher Maturitätsschulen, die sowohl das Langzeitgymnasium als auch die Berufsmaturitätsschulen betreffen. Diese Änderungen sind Teil einer umfassenden Reform, die darauf abzielt, das Aufnahmeverfahren transparenter und gerechter zu gestalten. Die wichtigsten Änderungen sind:

    • Vorleistungsnote: Die Vorleistungsnote spielt eine größere Rolle bei der Zentrale Aufnahme Prüfung Zürich. Für Schülerinnen und Schüler, die bestimmte Kriterien erfüllen, wie den Besuch einer öffentlichen 6. Primarklasse oder einer Sekundarstufe A, wird die Vorleistungsnote in die Gesamtbewertung der ZAP einbezogen. Dies soll sicherstellen, dass die kontinuierliche Leistung der Schüler im Schulalltag angemessen berücksichtigt wird.

    • Berechnung der Vorleistungsnote: Die Methode zur Berechnung der Vorleistungsnote wurde präzisiert. Für Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Primarschule basiert sie auf dem Durchschnitt der Noten in Deutsch und Mathematik, während sie für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe aus einem breiteren Spektrum von Fächern berechnet wird.

    • Prüfungsanforderungen: Die Prüfungsanforderungen für die Fächer Deutsch und Mathematik wurden klar definiert und orientieren sich am Lehrplan 21 sowie an den obligatorischen Lehrmitteln des Kantons Zürich. Dies soll eine bessere Vorbereitung der Schüler auf die Prüfung ermöglichen.

    • Anmeldeverfahren: Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe B ist eine schriftliche Empfehlung ihrer Klassenlehrperson erforderlich, um sich für die ZAP anzumelden. Dies soll sicherstellen, dass nur diejenigen Schüler zur Prüfung zugelassen werden, die eine realistische Chance auf Erfolg haben.

    • Bestehensnormen: Die Bestehensnormen wurden angepasst, um eine faire und ausgewogene Bewertung zu gewährleisten. Die Gesamtnote setzt sich aus der Vorleistungsnote und der Prüfungsnote zusammen, wobei die Bestehensnorm je nach Vorhandensein einer Vorleistungsnote variiert.

Vorleistungsnote (Erfahrungsnote)

Die Vorleistungsnote, auch als Erfahrungsnote bekannt, ist ein entscheidender Faktor bei der Zentralen Aufnahmeprüfung im Kanton Zürich. Diese Note spiegelt die kontinuierliche akademische Leistung der Schülerinnen und Schüler vor der ZAP wider und wird wie folgt berechnet:

    • Für Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Primarschule: Die Vorleistungsnote basiert auf dem Durchschnitt der Zeugnisnoten in den Fächern Deutsch und Mathematik. Diese Methode berücksichtigt die grundlegenden akademischen Fähigkeiten der Schüler in diesen Kernfächern.

    • Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe: Die Vorleistungsnote wird aus einem breiteren Spektrum von Fächern berechnet. Dabei wird ein Fünftel der Noten aus den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch, Englisch sowie Natur und Technik berücksichtigt. Bei Mathematik wird ein besonderer Fokus auf Arithmetik und Algebra sowie Geometrie gelegt.

Die Vorleistungsnote wird nicht gerundet, um eine präzise Bewertung der schulischen Leistung zu gewährleisten. Sie ist besonders relevant für Schülerinnen und Schüler, die bestimmte Kriterien erfüllen, wie den Besuch einer öffentlichen 6. Primarklasse oder einer Sekundarstufe A ohne Anforderungsstufen. In diesen Fällen wird die Vorleistungsnote in die Gesamtbewertung der ZAP einbezogen, was die Bedeutung einer kontinuierlichen guten Leistung in der Schule unterstreicht.

Prüfungsanforderungen und -format

Die ZAP umfasst schriftliche Prüfungen in Deutsch und Mathematik, basierend auf dem Lehrplan 21 und den Lehrmitteln des Kantons Zürich. Französisch und Englisch sind nicht Teil der Prüfung.

Berechnung der Gesamtnote und Bestehensnorm

Die Gesamtnote setzt sich aus der Vorleistungsnote und der Prüfungsnote zusammen. Die Bestehensnorm definiert die Mindestgesamtnote für eine erfolgreiche Aufnahme.

Unklarheit in der Statistik

Der Artikel der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), aus dem diese Information stammt, ist in einem Punkt nicht klar. Es wird geschrieben, dass 15% der Schüler den Test bestehen, aber es ist unklar, ob damit gemeint ist, dass 15% der Schüler die Prüfung bestehen oder dass 15% der Schüler, die die Prüfung ablegen, am Gymnasium angenommen werden. Diese Unklarheit ist signifikant, da sie die Interpretation der Erfolgsraten und die Schwierigkeit der Prüfung beeinflusst. Meiner ansicht, ist es wichtig, solche statistischen Daten genau zu betrachten und zu hinterfragen, um ein vollständiges Bild der Herausforderungen und Erfolgsaussichten im Bildungssystem zu erhalten. Ich gehe im folgendem Beispiel, vom wortcase szenario aus. Nur 15% der Schüler besteht den Test (so wie es auch geschrieben wird). Also kriegt mindestens eine Note 4.
Wenn nur 15% der Schüler den Test bestehen, bedeutet dies, dass mindestens 85% der Schüler eine Note schlechter als 4 erhalten.

Beispiel: Max und die ZAP

Betrachten wir erneut das Beispiel von Max, einem Schüler, der sich für die Zentrale Aufnahme Prüfung anmeldet. Max hat eine Vorleistungsnote von 5.5 aus der 6. Klasse der öffentlichen Primarschule, will ins Langgymnasium. Um die Bestehensnorm von 4.75 zu erreichen, benötigt Max eine Prüfungsnote von mindestens 4.0. Angenommen, Max erreicht diese Note, würde seine Gesamtnote wie folgt berechnet:

    • Vorleistungsnote: 5.5

    • Prüfungsnote: 4.0 (nur 15% der 12 järigen bekommt mindistens diese Note)

    • Gesamtnote: (5.5 + 4.0) / 2 = 4.75

Max hat es gerade so geschafft, die strengen Aufnahmekriterien für das Langgymnasium zu erfüllen. Die Anforderungen sind extrem hoch und lassen kaum Spielraum für Fehler. Dieses hohe Maß an Selektivität ist meiner Meinung nach zu anspruchsvoll und stellt eine enorme Herausforderung dar.

Wir betrachten die Auswirkungen der neuen Vorleistungsnote von 6.0 auf Max› Gesamtbewertung:

    • Vorleistungsnote: 6.0

    • Prüfungsnote: Nehmen wir an, Max erreicht erneut eine 4.0 in der Prüfung, womit er zu den oberen 15% gehört.

    • Gesamtnote: Die Berechnung lautet nun (6.0 + 4.0) / 2, was eine Gesamtnote von 5.0 ergibt.

Mit dieser Gesamtnote von 5.0 wird Max zugelassen. Unter diesen Umständen könnte er es sich leisten, in der Zentrale Aufnahme Prüfung Zürich (ZAP) eine durchschnittliche Note von 3.5 zu erreichen, um eine bessere Gesamtnote zu erzielen. Und dies macht vieles aus.

Um eine 6 (oder die bestmögliche Note, abhängig vom jeweiligen Notensystem) zu erreichen, gibt es verschiedene Strategien, die Max anwenden könnte:

    • Gründliches Verstehen des Lehrstoffs: Max sollte sicherstellen, dass er den gesamten relevanten Stoff versteht und in der Lage ist, ihn anzuwenden. Dazu gehört, dass er Konzepte nicht nur auswendig lernt, sondern auch versteht, wie und warum sie funktionieren.

    • Regelmäßiges Üben: Regelmäßiges Üben von Aufgaben und Problemen hilft dabei, das Gelernte zu festigen und Schwachstellen zu identifizieren.

    • Nutzung von Ressourcen: Max kann zusätzliche Lernmaterialien wie Bücher, Online-Kurse, Nachhilfe oder Studiengruppen nutzen, um sein Verständnis zu vertiefen.

    • Zeitmanagement: Effektives Zeitmanagement ist entscheidend. Max sollte einen Studienplan erstellen, der ausreichend Zeit für jede Lerneinheit und Pausen vorsieht.

    • Vorbereitung auf Prüfungen: Neben dem Lernen des Stoffs sollte Max auch Prüfungstechniken üben, wie das Beantworten von früheren Prüfungsfragen unter zeitlichen Bedingungen.

    • Feedback einholen: Max sollte Feedback von Lehrern oder Tutoren einholen, um zu verstehen, in welchen Bereichen er sich verbessern kann.

    • Gesunder Lebensstil: Ein gesunder Lebensstil, der ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und körperliche Betätigung umfasst, kann die geistige Leistungsfähigkeit verbessern.

    • Nachhilfe in Anspruch nehmen: Eine effektive Methode zur Verbesserung der schulischen Leistungen kann die Inanspruchnahme von Nachhilfe sein.

Mehrfachanmeldungen und Eintritt

Schülerinnen und Schüler können sich für verschiedene Schulformen anmelden. Der Eintritt erfolgt nach bestandener Prüfung im anschließenden Schuljahr.

Anmeldegebühr

Die Anmeldegebühr für die ZAP (Zentrale Aufnahme Prüfung)beträgt CHF 50.00. Bei Mehrfachanmeldungen muss die Gebühr nur einmal pro Schuljahr entrichtet werden.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Zentrale Aufnahme Prüfung Zürich steht im Jahr 2023 vor bedeutenden Veränderungen. Die Einführung der neuen Verordnung und die Anpassung der Bestehensnormen reflektieren ein Bestreben, das Aufnahmeverfahren gerechter und transparenter zu gestalten. Die stärkere Berücksichtigung der Vorleistungsnote betont die Wichtigkeit kontinuierlicher schulischer Leistungen und stellt sicher, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf Basis einer einzigen Prüfung beurteilt werden.

Die konstante Quote von etwa 15 Prozent der erfolgreichen Kandidaten wirft jedoch Fragen auf, die in zukünftigen Diskussionen und Analysen weiter erforscht werden müssen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Quote in den kommenden Jahren entwickeln wird und ob Anpassungen vorgenommen werden, um die Dynamik der Schülerpopulation und die Bildungsziele des Kantons widerzuspiegeln.

In der Zukunft könnten weitere Anpassungen und Reformen erforderlich sein, um das Gleichgewicht zwischen Leistungsstandards, Fairness und Bildungschancen zu wahren. Es ist entscheidend, dass das Bildungssystem flexibel bleibt und auf Veränderungen in der Gesellschaft und den Bedürfnissen der Schüler reagiert.

Für Schülerinnen und Schüler, die sich auf die Zentrale Aufnahme Prüfung Zürich vorbereiten, bleibt die Botschaft klar: Kontinuierliche Anstrengung und eine solide Vorbereitung sind unerlässlich. Die ZAP ist nicht nur eine Prüfung der akademischen Fähigkeiten, sondern auch ein Test der Anpassungsfähigkeit und des Engagements. Ich bleibe als Nachhilfelehrer zur Verfügung.Zentrale Aufnahme Prüfung Zürich

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Teodoro Morcone

Hallo, mein Name ist Teodoro Morcone. Ich bin Mathematik-Tutor in Zürich und biete hochwertigen Nachhilfeunterricht zu erstaunlichen Preisen an. Ich hoffe, dir hat dieser Beitrag gefallen. Schau doch gerne bei meinen weiteren Artikeln vorbei, um mehr zu erfahren! Jede Unterstützung hilft mir, meine Zielgruppe zu vergrößern und weiterhin qualitativ hochwertigen Unterricht anzubieten. Vielen Dank!

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